Patienteninformation zur Hyperbaren Sauerstofftherapie

Liebe Patientin, lieber Patient!

Vor Beginn der Behandlung erfolgt eine sorgfältige, gründliche Untersuchung – eine so genannte „Drucktauglichkeitsuntersuchung“ (u.a. EKG, Lungenfunktionsprüfung, Ohrinspektion, körperliche Untersuchung), ebenso die Patientenaufklärung durch den Arzt über das Verfahren und mögliche Nebenwirkungen der Therapie. Zigtausende in Deutschland in modernen Mehrplatz-Druckkammern durchgeführte Behandlungen sprechen für die grundsätzliche Unbedenklichkeit der HBO und die strenge Einhaltung des speziellen hyperbarmedizinischen Qualitätsstandards. Das  Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) bestätigt, dass es sich bei der HBO-Therapie um eine sichere Behandlung handelt.

Bringen Sie Ihre Lieblingslektüre mit und entspannen Sie bei Ihrer HBO-Therapie!

Besonderen Wert legen wir auf Ihre Sicherheit und Ihren Komfort. Sie sollen sich während der Behandlung wohlfühlen, damit wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem behandelnden Haus-/Facharzt das bestmögliche Therapieergebnis für Sie erzielen. Während der Hyperbaren Sauerstofftherapie befinden Sie sich zusammen mit anderen Patienten in einer Therapie-Druckkammer. Sie sitzen dort in bequemen Sitzen und haben außer den Sauerstoffanwendungen nichts weiter zu tun. In der geräumigen Hauptkammer befinden sich neben aktuellen Anzeigen von Temperatur und Druck Möglichkeiten zur Überwachung Ihres Blutdrucks, der Sauerstoffkonzentration und der Herzfrequenz bei Bedarf. Sprech- und Sichtverbindung nach außen sorgen dafür, dass Sie mit dem Arzt sprechen können und er den Behandlungsverlauf kontrolliert. Über eine so genannte Schleuse kann man jederzeit und ohne Störung der mitbehandelten Patienten die Kammer wieder verlassen.

Die HBO-Behandlung gliedert sich in 3 Phasen:

  1. Kompressionsphase Zu Beginn wird der Druck in der Therapie-Druckkammer langsam erhöht. In dieser „Kompressionsphase“ haben Sie bei „normaler Atemluft“ ausreichend Zeit, sich den veränderten Druckverhältnissen anzupassen. Die Druckerhöhung spüren Sie, ähnlich wie im Flugzeug, an einem Zufallen der Ohren. Durch Schlucken oder Gähnen lässt sich leicht ein Druckausgleich durchführen.
  2. Isopressionsphase
    Jetzt beginnt die eigentliche Behandlung, die „Isopressionsphase“: Wenn der vorgesehene Druck erreicht wird, setzten Sie die Atemmaske auf und atmen in regelmäßigen Abständen, unterbrochen von kurzen Pausen, unter einer Gesichtsmaske reinen Sauerstoff ein. In dieser Zeit können Sie lesen, Musik hören oder einfach nur entspannen und den hyperbaren Sauerstoff bewusst genießen.
  3. Dekompressionsphase
    Zum Ende der Therapiesitzung wird in der „Dekompressionsphase“ allmählich der Luftdruck auf den normalen Umgebungsdruck „heruntergefahren“. Sie können die Druckkammer verlassen.

Während der Kompression, in den Pausen, vor und nach der Therapie können Sie Gespräche mit Ihren Mitpatienten führen. Nach den Therapiesitzungen sollten Sie sich noch etwas Zeit bei uns gönnen und auf einen Kaffee, Tee oder ein Wasser verweilen.

Bei der ersten Behandlung – wenn nötig, auch bei den folgenden – werden Sie durch einen Mitarbeiter in die Therapie-Druckkammer begleitet, um Ihnen den Druckausgleich und den Ablauf der Behandlung zu erklären.

Ihr Behandlungs-Team besteht aus mindestens drei Personen: Ein Arzt mit spezieller Ausbildung in der Tauch- und Überdruckmedizin. Jeweils ein Druckkammerbediener und ein hyperbarmedizinischer Assistent. Diese haben eine medizinische Ausbildung z. B. als Gesundheits- und Krankenpfleger, medizinische Fachangestellte oder Rettungsassistent und sind speziell in der Überdruckmedizin qualifiziert.  Jede Behandlung wird ärztlich überwacht.

Behandlungsdauer und Anzahl der Therapie-Sitzungen sind abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild und Behandlungsverlauf. Für die meisten Therapien befinden Sie sich etwa 2,5 Stunden in der Druckkammer. Die HBO-Therapie wird an mehreren aufeinander folgenden Tagen durchgeführt.

Im Rahmen Ihrer HBO-Therapie können Sie jederzeit den Arzt sprechen. Für HNO-Patienten ist ein Arztgespräch nach der 3., 8. und 10. bzw. 15. Behandlung definitiv vorgesehen. Bei Patienten mit anderen Indikationen werden Gespräche bei der 5., 10., 15. usw. Behandlung geführt.

Höchstmaß an Sicherheit und Professionalität bei der Hyperbaren Sauerstofftherapie

Die deutsche wissenschaftliche Fachgesellschaft, die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V., hat mit europäischen und internationalen Fachgesellschaften die medizinische Basis für die Anwendung der Therapie gelegt. Dies betrifft beispielsweise die Sauerstoffatemzeit, die Höhe des Gesamtdrucks in der Druckkammer und das therapeutische Fenster der Anwendung der Therapie. Als Mitglied im Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V. (VDD) erfüllen wir die vorgegebenen Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowohl für die Druckkammertechnik, für die anzuwendenden Behandlungsschemata als auch für die Personalqualifizierung. Alle technischen Systeme sind mehrfach gesichert. Die Kammer kann auch bei Stromausfall sicher betrieben werden.

So bereiten Sie sich auf Ihre HBO-Anwendung vor

Vor der Behandlung sollten alle Gegenstände aus den Hosen- und Hemdtaschen entfernt werden, damit nicht versehentlich folgende Gegenstände mit in die Kammer genommen werden:

  • Druckempfindliche Gegenstände, z.B. Uhren, Gegenstände mit Hohlräumen wie Kugelschreiber oder Sprays
  • Feuergefährliche Gegenstände, z.B. Tabakwaren, Streichhölzer, Gasflaschen, Handwärmer, Feuerzeuge, Schlüsselbund, Schmuck.
  • Elektronische Geräte, z.B. Handy, Tablets, eBook-Reader, Computer,  Auto-Fernbedienung.

Papiererzeugnisse (Bücher/Zeitschriften) bitte auf ein Minimum begrenzen. Keine Tageszeitungen mitnehmen.

Bekleidung und Körperpflege: Zur Vermeidung einer elektrostatischen Aufladung sollte Ihre Bekleidung aus reiner Baumwolle sein. Auf Haarspray, Make-Up sowie Gesichtscreme sollte verzichtet werden.

Der Genuss von Alkohol vor der Behandlung steigert die Möglichkeit neurologischer Komplikationen und ist daher zu unterlassen.

Herausnehmbare Hilfsmittel (z.B. Kontaktlinsen, Glasauge, Hörgerät) müssen vor der Behandlung entfernt werden oder können nur mit Zustimmung des diensthabenden Arztes bei der Behandlung getragen werden. Nicht herausnehmbare Implantate (z.B. Herzschrittmacher, Medikamentenpumpen) bedürfen in aller Regel einer vorherigen besonderen Überprüfung. Brust- oder Hodenprothesen sollten dem diensthabenden Arzt berichtet werden.

Blick in die Druckkammer von HBO2 Freiburg
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