Heilen mit Sauerstoff: Über die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)

Die Hyperbare Sauerstofftherapie, abgekürzt HBO für Hyperbaric Oxygenation, ist eine Behandlungsform, bei der Patienten unter Überdruckbedingungen medizinisch reinen Sauerstoff einatmen. Um einen therapeutischen Effekt zu erzielen, wird der Druck auf das 1,5- bis 3-fache des Normaldrucks erhöht. Dann wird über eine Atemmaske das „Medikament Sauerstoff“ (100% O2) geatmet. Der eingeatmete Sauerstoff wird über die Lunge an das Blut weitergegeben. Durch den erhöhten Druck wird zusätzlich erheblich mehr Sauerstoff physikalisch in der Blutflüssigkeit gelöst. Der Sauerstoffdruck steigt dadurch bis zum 20-fachen des normalen Wertes an, ähnlich wie die Kohlensäure in der Sprudelflasche. Insbesondere schlecht durchblutete oder entzündete Körpergewebe werden deshalb besser mit Sauerstoff versorgt. Somit können auch Körperbereiche, die wegen ihrer Lage oder wegen Vorschädigungen schlecht versorgt werden, ausreichend Sauerstoff erhalten.

 

Das Medikament Sauerstoff: Regeneration durch Sauerstoffüberdruck

Biologische Prozesse werden in Gang gesetzt, die ohne Sauerstoff nicht ablaufen würden. Die Neubildung von kleinen Blutgefäßen, Zellen sowie Bindegewebe wird angeregt und die körpereigene Abwehr aktiviert. Der Zellstoffwechsel kann sich wieder normalisieren. Eine bisher schlecht durchblutete oder entzündete Körperregion heilt aus. Die erhöhte Sauerstoffkonzentration wirkt außerdem antibakteriell. Sie verstärkt die Wirkung von Antibiotika und entgiftet in den Zellen bestimmte Prozesse, z.B. bei einer CO- oder Rauchgasvergiftung. Diese physikalischen und biologischen Gesetzmäßigkeiten sind naturwissenschaftlich nachgewiesen. Die Hyperbare Sauerstofftherapie stellt daher eine hochwirksame Behandlungsform für Gewebe mit Sauerstoffunterversorgung dar. Diese Effekte bietet kein anderes Medikament und keine andere Therapie. Sauerstoffinhalation ohne Überdruck (= normobar) erreicht niemals diese lange, zur Besserung oder Heilung notwendige Steigerung der physikalischen Lösung von Sauerstoff in Körperflüssigkeiten oder Körpergeweben. Bei vielen Patienten bessern sich die Beschwerden sogar noch nach Abschluss der HBO-Behandlung.

 

HBO-Therapie: Ergänzende Heilmethode “von Kopf bis Fuß”

Die HBO ist eine nicht-operative und wissenschaftlich durch zahlreiche Studien abgesicherte ergänzende Behandlungsmethode, die weltweit zum Einsatz kommt. Ihren Ursprung hat die auch Druckkammertherapie genannte Heilmethode in der Tauchmedizin, wo sie seit Jahrzehnten bei der Behandlung von Tauchunfällen eingesetzt wird. Heute werden mit HBO weltweit verschiedenste Erkrankungen behandelt. Die HBO-Therapie bietet wichtige, zusätzliche Chancen auf Gesundheit. Oft ohne den Einsatz weiterer Medikamente oder Operationen, unterstützt und ergänzt die HBO Standardtherapien und ist eine wirkungsvolle Alternative, wenn diese unzureichend oder unverträglich sind. Die Hyperbare Sauerstofftherapie ist eine sanfte, nebenwirkungsarme, gut verträgliche und wirtschaftliche Behandlungsmethode, die bei verschiedensten, akuten wie chronischen Indikationen erfolgreich zum Einsatz kommt.

 

HBO2 in Freiburg, Karlsruhe und Heidelberg: Sicher und individuell auf jeden Patienten abgestimmt

Die Hyperbare Sauerstofftherapie in unseren modernen medizinischen Druckkammern ist ein sehr sicheres Verfahren. Sie wird in den Druckkammerzentren HBO2 Freiburg, Karlsruhe und Heidelberg nach den Richtlinien der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V. (GTÜM) und des Verbandes der Deutschen Druckkammerzentren e.V. (VDD) angewandt. Die relativ neue Heilmethode HBO hat einen breiten wissenschaftlichen Hintergrund, den wenige neue Behandlungsmethoden vorweisen können. In über 3500 Studien und aufwändigen Fallbeispielen wurde die Wirkung der HBO geprüft.

Zum Erreichen des gewünschten Behandlungszieles sind meist mehrere Behandlungen in der medizinischen Druckkammer erforderlich. Die Anzahl der Anwendungen richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung und wird vom Arzt des Druckkammerzentrums gegebenenfalls in Abstimmung mit weiteren behandelnden Ärzten und unter Berücksichtigung der Interessen des Patienten festgelegt. Je nach Grunderkrankung ist eine möglichst durchgehende Behandlung für das bestmögliche Behandlungsergebnisses sinnvoll. Die Behandlung kann jedoch grundsätzlich jederzeit beendet werden, ohne dass negative Folgen zu befürchten sind.

Vor Beginn der Behandlung ist eine eingehende Untersuchung erforderlich, die neben einer körperlichen Untersuchung aus einem EKG, einer Lungenfunktion, einem Tympanogramm und ohrmikroskopischen Untersuchungen besteht. Zum Ausschluss oder Nachweis möglicher Emphysembullae ist ein Röntgenbild der Lunge in ein- oder zwei Ebenen, nach Anordnung des Arztes, erforderlich. Nebenwirkungen treten nur selten auf und sind meist harmlos. Über Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen und Hinweise zur Sicherheit in der medizinischen Druckkammer informiert Sie unsere Patientenaufklärung.

Individuelle medizinische Betreuung bei HBO2

Dr. med. Claudia Haizmann

Leitende Ärztin HBO2 Freiburg
Dr. Claudia Haizmann

Die HBO ist eine nicht-operative und wissenschaftlich durch zahlreiche Studien abgesicherte ergänzende Behandlungsmethode, die weltweit zum Einsatz kommt.

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